08. März 2018
Städtische Kitas

DIE LINKE fordert: Mehr Kitas in städtischer Trägerschaft

Dr.Dirk-Schmitz-grBielefeld bekommt 2018/2019 sechs weitere Kitas. Das ist gut so, da zurzeit viele Kitas überbelegt sind. Im Jugendhilfeausschuss wurden am Mittwoch die Trägerschaften für drei neue Kitas an Falken, SKM und DRK vergeben. „Die freien Träger leisten eine gute Arbeit", so Dr. Dirk Schmitz, Mitglied der LINKEN im Jugendhilfeausschuss. „Aber der Anteil an städtischen Kitas ist in Bielefeld inzwischen auf 20 Prozent gesunken. In Bielefeld hat fast jedes zweite Kind in den Kindertagesstätten einen Migrationshintergrund. Gerade die Eltern dieser Kinder wünschen sich neutrale Kitas: Städtische Kindertagesstätten werden mit keiner Konfession und mit keiner politischen Ausrichtung in Verbindung gebracht. Neue Kitas sollten daher künftig vorranging von der Stadt selbst betrieben werden. Mindestens ein Drittel der Bielefelder Kitas sollte langfristig wieder städtisch betrieben werden."

Das Land NRW finanziert freie Träger besser als kommunale Träger. Viele Städte „privatisieren" daher städtische Kitas, um Geld zu sparen. Im Jahr 2013 wollten SPD, Grüne und FDP sogar alle verbliebenen städtischen Kitas an freie Träger outsourcen. Der Widerstand der Eltern und Beschäftigten führte dazu, dass die Verwaltungsspitze diesen Plan schließlich aufgab.

„Die Stadt muss Qualität und Standards aller Kitas sicherstellen. Das kann sie aber nur, wenn die Stadt auch einen wesentlichen Anteil der Kitas selbst betreibt", so Dr. Dirk Schmitz weiter.

„Es müssen viele Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden, da der Bedarf hoch ist. Ausreichend qualifiziertes Personal bekommt man aber nur, wenn angemessene Löhne bezahlt werden. Freie Träger bezahlen nicht immer Löhne entsprechend dem öffentlichen Tarif. Einzelne Träger stellen sogar billige Leiharbeiter ein. In den Kitas werden die Grundlagen für den späteren schulischen und beruflichen Lebensweg gesetzt – „sparen" wird hier langfristig für die Gesellschaft sehr teuer."

Der Paritätische hat aktuell errechnet, dass den Kitas in NRW zuletzt 1,5 Milliarden Euro jährlich fehlen. Die Wohlfahrtsverbände in NRW setzen sich daher gemeinsam für eine bessere Bezahlung ein, damit wieder nach dem TVöD bezahlt werden kann.

Weitere Infos:

http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22034392_44-Prozent-der-Kinder-in-Bielefelder-Kitas-sind-Migranten.html

http://www.dielinke-bielefeld.de/politik/sozial-gerecht/907-2013-05-02-16-30-34.html

http://www.haller-kreisblatt.de/lokal/halle/22077927_Die-Stadt-als-Kita-Traeger-Neutralitaet-hat-ihren-Preis.html

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